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elektronische_schaltungstechnik:block01 [2026/09/27 22:44] – mexleadminelektronische_schaltungstechnik:block01 [2026/09/27 23:00] (current) – mexleadmin
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 Betrachten wir zunächst den Widerstand aus der Leit-Schaltung. Dieser soll aus dem Strom ein Spannungssignal generieren. Solche Messwiderstände werden auch **Shunt** genannt. Betrachten wir zunächst den Widerstand aus der Leit-Schaltung. Dieser soll aus dem Strom ein Spannungssignal generieren. Solche Messwiderstände werden auch **Shunt** genannt.
  
-Der genutzte Shunt mit $R_{\rm SENSE}=50~\mathrm{m\Omega}$ wandelt beispielsweise einem Motorstrom von $I_{\rm M}=3~\mathrm{A}$ in eine Spannung von $U_{\rm M}=150 ~\mathrm{mV}$ +Der genutzte Shunt mit $R_{\rm SENSE}=50~\mathrm{m\Omega}$ wandelt beispielsweise einem Motorstrom von $I_{\rm M}=3~\mathrm{A}$ in eine Spannung von $U_{\rm SENSE}=150 ~\mathrm{mV}$ 
  
 Dabei entsteht aber auch eine Verlustleistung von Dabei entsteht aber auch eine Verlustleistung von
Line 151: Line 151:
  
 Um diese Frage zu beantworten, hilft eine Analogie zur elektrischen Schaltung. \\ Um diese Frage zu beantworten, hilft eine Analogie zur elektrischen Schaltung. \\
-In vielen technischen Systemen lässt sich ein Fluss durch die Beziehung+In vielen technischen Systemen lassen sich Fluss und energetische Potentiale durch die ein Analogiemodell verbinden:
  
 \[ \[
-\text{Potentialdifferenz} +\text{Potentialdifferenz} = \text{Widerstand} \cdot {{d ( \text{Transportgröße})}\over{d \rm t}}
-= +
-\text{Widerstand} +
-\cdot +
-{{d ( \text{Transportgröße})}\over{d \rm t}}+
 \] \]
  
Line 231: Line 227:
 </WRAP> </WRAP>
  
-Angenommen, für den betrachteten Aufbau gilt näherungsweise +Angenommen, für den betrachteten Aufbau gilt näherungsweise $R_{\rm th}=80~\mathrm{K/W}$. Bei $P_{\rm Verlust}=450~\mathrm{mW}$ ergibt sich eine Temperaturerhöhung von
- +
-\[ +
-R_{\rm th}=80~\mathrm{K/W}. +
-\] +
- +
-Bei +
- +
-\[ +
-P_{\rm Verlust}=450~\mathrm{mW} +
-\] +
- +
-ergibt sich eine Temperaturerhöhung von+
  
 \[ \[
Line 255: Line 239:
 \] \]
  
-Bei einer Umgebungstemperatur von +Bei einer Umgebungstemperatur von $T_{\rm Umgebung}=40^\circ\mathrm{C}$ folgt damit
- +
-\[ +
-T_{\rm Umgebung}=40^\circ\mathrm{C} +
-\] +
- +
-folgt damit+
  
 \[ \[
Line 271: Line 249:
 \] \]
  
-Die Temperaturdifferenz kann dabei sowohl in Kelvin als auch in Grad Celsius angegeben werden: +Die Temperaturdifferenz kann dabei sowohl in Kelvin als auch in Grad Celsius angegeben werden: $\Delta T=36 ~\mathrm{K} = 36^\circ\mathrm{C}$.
- +
-\[ +
-\Delta T=36~\mathrm{K}=36^\circ\mathrm{C}. +
-\]+
  
 Für absolute Temperaturen müssen Kelvin und Grad Celsius dagegen unterschieden werden. Für absolute Temperaturen müssen Kelvin und Grad Celsius dagegen unterschieden werden.
Line 361: Line 335:
  
 Wie oben bereits schon bereichnet wandelt ein Shunt wandelt einen Strom in eine messbare Spannung um. \\ Wie oben bereits schon bereichnet wandelt ein Shunt wandelt einen Strom in eine messbare Spannung um. \\
-In unserem Beispiel ergibt sich über $R_{\rm SENSE}=50~\mathrm{m\Omega}$ bei einem Strpm von $I_{\rm M}=3~\mathrm{A}$ eine Spannnung von $U_{\rm SENSE}=150~\mathrm{mV}$.+In unserem Beispiel ergibt sich über $R_{\rm SENSE}=50~\mathrm{m\Omega}$ bei einem Strom von $I_{\rm M}=3~\mathrm{A}$ eine Spannnung von $U_{\rm SENSE}=150~\mathrm{mV}$.
  
 Aber: Warum wird nicht einfach ein deutlich größerer Widerstand verwendet, um ein größeres Messsignal zu erhalten? Aber: Warum wird nicht einfach ein deutlich größerer Widerstand verwendet, um ein größeres Messsignal zu erhalten?
Line 737: Line 711:
 Im einfachsten Modell kann man sich den Ausgang eines Logikgatters als Schalter vorstellen, der den Ausgang entweder mit der positiven Versorgungsspannung oder mit dem Bezugspotential verbindet. Im einfachsten Modell kann man sich den Ausgang eines Logikgatters als Schalter vorstellen, der den Ausgang entweder mit der positiven Versorgungsspannung oder mit dem Bezugspotential verbindet.
  
-=== Was bedeutet HIGH und LOW? ===+=== Was bedeuten HIGH und LOW? ===
  
 In Schaltplänen und Simulationen werden digitale Zustände häufig mit **H** für //HIGH// und **L** für //LOW// bezeichnet. In Schaltplänen und Simulationen werden digitale Zustände häufig mit **H** für //HIGH// und **L** für //LOW// bezeichnet.
Line 902: Line 876:
 === Was ist im ROM?=== === Was ist im ROM?===
  
-In der vereinfachten Darstellung der Leit-Schaltung wurde die Ansteuerlogik zunächst als **ROM** (Read omly Memory) gezeigt.+In der vereinfachten Darstellung der Leit-Schaltung wurde die Ansteuerlogik zunächst als **ROM** (Read Only Memory) gezeigt.
  
 <WRAP> <WRAP>
Line 965: Line 939:
   * **Kelvin-Sense zu weit vom Widerstand abgreifen:** Die Sense-Leitungen müssen den Spannungsabfall möglichst direkt am Widerstandselement erfassen.   * **Kelvin-Sense zu weit vom Widerstand abgreifen:** Die Sense-Leitungen müssen den Spannungsabfall möglichst direkt am Widerstandselement erfassen.
   * **Reale Schalter mit idealen Grenzfällen verwechseln:** Reale Schalter besitzen endliches \(R_{\rm on}\) und \(R_{\rm off}\).   * **Reale Schalter mit idealen Grenzfällen verwechseln:** Reale Schalter besitzen endliches \(R_{\rm on}\) und \(R_{\rm off}\).
- +  * HIGH mit $V_{\rm DD}$ und LOW mit exakt $0,\mathrm V$ gleichsetzen.
-===== 1.3 Übungen ===== +
- +
-==== Kurze Aufgaben ==== +
- +
-#@TaskTitle_HTML@##@Lvl_HTML@#01.~~#@ee1_taskctr#~~ Shunt: Messspannung und Verlustleistung +
-#@TaskText_HTML@# +
-Ein Strommesswiderstand mit \(R_{\rm SENSE}=50~\mathrm{m\Omega}\) wird von einem Strom von \(I=3~\mathrm{A}\) durchflossen. +
- +
-  - Bestimmen Sie die Messspannung \(U_{\rm SENSE}\). +
-  - Bestimmen Sie die Verlustleistung \(P_{\rm SENSE}\). +
-  - Erläutern Sie, warum ein größerer Shunt nicht automatisch die bessere Wahl ist. +
-#@TaskEnd_HTML@# +
- +
-#@TaskTitle_HTML@##@Lvl_HTML@#01.~~#@ee1_taskctr#~~ Bauteiltemperatur +
-#@TaskText_HTML@# +
-Ein Widerstand setzt \(P=300~\mathrm{mW}\) um. Für den betrachteten Aufbau gilt näherungsweise \(R_{\rm th}=120~\mathrm{K/W}\). Die Umgebungstemperatur beträgt \(T_{\rm U}=50^\circ\mathrm{C}\). +
- +
-  - Bestimmen Sie die Temperaturerhöhung. +
-  - Bestimmen Sie die erwartete Bauteiltemperatur. +
-  - Nennen Sie zwei Randbedingungen, welche die reale Temperatur zusätzlich beeinflussen. +
-#@TaskEnd_HTML@# +
- +
-#@TaskTitle_HTML@##@Lvl_HTML@#01.~~#@ee1_taskctr#~~ Realer Schalter +
-#@TaskText_HTML@# +
-Ein elektronischer Schalter besitzt im eingeschalteten Zustand \(R_{\rm on}=50~\mathrm{m\Omega}\). Durch ihn fließt ein Strom von \(I=4~\mathrm{A}\). +
- +
-  - Bestimmen Sie den Spannungsabfall. +
-  - Bestimmen Sie die Verlustleistung. +
-  - Vergleichen Sie das Ergebnis mit dem idealen Schalter. +
-#@TaskEnd_HTML@#+
  
 ===== 1.3 Übungen ===== ===== 1.3 Übungen =====
Line 1010: Line 954:
 1. Bestimmen Sie für beide Shunts die Messspannung bei $I_{\rm M}=5~\mathrm{A}$. 1. Bestimmen Sie für beide Shunts die Messspannung bei $I_{\rm M}=5~\mathrm{A}$.
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow1,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Shunt1Sol,Solution~@#
  
 Für Variante A gilt: Für Variante A gilt:
Line 1025: Line 969:
 Der größere Shunt erzeugt somit das größere Messsignal. Der größere Shunt erzeugt somit das größere Messsignal.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Shunt1Sol,Solution ~@#
  
  
 2. Bestimmen Sie für beide Varianten die Verlustleistung. 2. Bestimmen Sie für beide Varianten die Verlustleistung.
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow2,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Shunt2Sol,Solution~@#
  
 Mit $P=I^2R$ ergibt sich: Mit $P=I^2R$ ergibt sich:
Line 1040: Line 984:
 =1.25~\mathrm{W}$. =1.25~\mathrm{W}$.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Shunt2Sol,Solution ~@#
  
  
 3. Ein zur Verfügung stehender Widerstand darf unter den gegebenen Bedingungen höchstens $0.75~\mathrm{W}$ umsetzen. Welche Variante kann verwendet werden? 3. Ein zur Verfügung stehender Widerstand darf unter den gegebenen Bedingungen höchstens $0.75~\mathrm{W}$ umsetzen. Welche Variante kann verwendet werden?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow3,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Shunt3Sol,Solution~@#
  
 Variante A liegt mit $0.50~\mathrm{W}$ unterhalb der Grenze. Variante A liegt mit $0.50~\mathrm{W}$ unterhalb der Grenze.
Line 1053: Line 997:
 Unter dieser Randbedingung kann daher nur Variante A verwendet werden. Unter dieser Randbedingung kann daher nur Variante A verwendet werden.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Shunt3Sol,Solution ~@#
  
  
 4. Warum ist trotzdem nicht generell der kleinste mögliche Shunt die beste Wahl? 4. Warum ist trotzdem nicht generell der kleinste mögliche Shunt die beste Wahl?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow4,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Shunt4Sol,Solution~@#
  
 Mit kleiner werdendem $R_{\rm SENSE}$ sinken zwar Verlustleistung und Spannungsabfall im Lastpfad. Mit kleiner werdendem $R_{\rm SENSE}$ sinken zwar Verlustleistung und Spannungsabfall im Lastpfad.
Line 1069: Line 1013:
   * einem ausreichend großen Messsignal.   * einem ausreichend großen Messsignal.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Shunt4Sol,Solution ~@#
  
 #@TaskEnd_HTML@# #@TaskEnd_HTML@#
Line 1078: Line 1022:
 #@TaskText_HTML@# #@TaskText_HTML@#
  
-Ein Shunt setzt im Betrieb $P=450~\mathrm{mW}$ um. Für den betrachteten Aufbau wird ein effektiver thermischer Widerstand von $R_{\rm th}=80~\mathrm{K/W}$ angenommen. Die Umgebungstemperatur beträgt zunächst $T_{\rm U}=60^\circ\mathrm{C}$.+Ein Shunt setzt im Betrieb $P=450~\mathrm{mW}$ um. Für den betrachteten Aufbau wird ein effektiver thermischer Widerstand von $R_{\rm th}=80~\mathrm{K/W}$ angenommen. Die Umgebungstemperatur beträgt $T_{\rm U}=60^\circ\mathrm{C}$.
  
 1. Bestimmen Sie die Temperaturerhöhung des Shunts. 1. Bestimmen Sie die Temperaturerhöhung des Shunts.
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow1,Solution~@# +#@HiddenBegin_HTML~Therm1Sol,Solution~@#
- +
-Es gilt:+
  
-$\Delta T=P\cdot R_{\rm th}$.+Es gilt $\Delta T=P\cdot R_{\rm th}$.
  
 Damit folgt: Damit folgt:
Line 1093: Line 1035:
 =36~\mathrm{K}$. =36~\mathrm{K}$.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Therm1Sol,Solution ~@#
  
  
 2. Welche Bauteiltemperatur ergibt sich im stationären Zustand? 2. Welche Bauteiltemperatur ergibt sich im stationären Zustand?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow2,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Therm2Sol,Solution~@#
  
 $T_{\rm B}=T_{\rm U}+\Delta T$ $T_{\rm B}=T_{\rm U}+\Delta T$
Line 1107: Line 1049:
 =96^\circ\mathrm{C}$. =96^\circ\mathrm{C}$.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Therm2Sol,Solution ~@#
  
  
 3. Erklären Sie, warum aus dieser Rechnung allein noch nicht geschlossen werden darf, dass der Widerstand zulässig betrieben wird. 3. Erklären Sie, warum aus dieser Rechnung allein noch nicht geschlossen werden darf, dass der Widerstand zulässig betrieben wird.
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow3,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Therm3Sol,Solution~@#
  
 Die errechnete Temperatur muss mit den zulässigen Temperaturen und Leistungsgrenzen des konkreten Bauteils verglichen werden. Die errechnete Temperatur muss mit den zulässigen Temperaturen und Leistungsgrenzen des konkreten Bauteils verglichen werden.
Line 1120: Line 1062:
 Auch der angenommene thermische Widerstand gilt nur für einen bestimmten thermischen Aufbau. Auch der angenommene thermische Widerstand gilt nur für einen bestimmten thermischen Aufbau.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Therm3Sol,Solution ~@#
  
  
 4. Nennen Sie zwei Änderungen am Leiterplattenaufbau, durch die sich die Bauteiltemperatur verändern kann. 4. Nennen Sie zwei Änderungen am Leiterplattenaufbau, durch die sich die Bauteiltemperatur verändern kann.
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow4,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Therm4Sol,Solution~@#
  
 Beispielsweise können Beispielsweise können
Line 1137: Line 1079:
 den effektiven thermischen Widerstand verändern. den effektiven thermischen Widerstand verändern.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Therm4Sol,Solution ~@#
  
 #@TaskEnd_HTML@# #@TaskEnd_HTML@#
Line 1152: Line 1094:
 1. Welche Spannung fällt tatsächlich am Shunt ab? 1. Welche Spannung fällt tatsächlich am Shunt ab?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow1,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Kelvin1Sol,Solution~@#
  
-$U_{\rm SENSE}=I\cdot R_{\rm SENSE}$ +$U_{\rm SENSE}=I\cdot R_{\rm SENSE}
- +
-$U_{\rm SENSE}+
 =3~\mathrm{A}\cdot50~\mathrm{m\Omega} =3~\mathrm{A}\cdot50~\mathrm{m\Omega}
 =150~\mathrm{mV}$. =150~\mathrm{mV}$.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Kelvin1Sol,Solution ~@#
  
  
 2. Welche Spannung würde bei einer Zweileitermessung einschließlich der parasitären Widerstände gemessen? 2. Welche Spannung würde bei einer Zweileitermessung einschließlich der parasitären Widerstände gemessen?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow2,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Kelvin2Sol,Solution~@#
  
 Der insgesamt erfasste Widerstand beträgt: Der insgesamt erfasste Widerstand beträgt:
Line 1178: Line 1118:
 =210~\mathrm{mV}$. =210~\mathrm{mV}$.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Kelvin2Sol,Solution ~@#
  
  
 3. Wie groß ist der relative Messfehler bezogen auf die tatsächliche Shuntspannung? 3. Wie groß ist der relative Messfehler bezogen auf die tatsächliche Shuntspannung?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow3,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Kelvin3Sol,Solution~@#
  
 Die absolute Abweichung beträgt: Die absolute Abweichung beträgt:
  
-$\Delta U +$\Delta U=210~\mathrm{mV}-150~\mathrm{mV}
-=210~\mathrm{mV}-150~\mathrm{mV}+
 =60~\mathrm{mV}$. =60~\mathrm{mV}$.
  
Line 1197: Line 1136:
 =0.4$. =0.4$.
  
-Damit beträgt der relative Messfehler:+Damit beträgt der relative Messfehler $40~\%$.
  
-$40~\%$. +#@HiddenEnd_HTML~Kelvin3Sol,Solution ~@#
- +
-#@HiddenEnd_HTML@#+
  
  
 4. Warum beseitigt eine Vierleitermessung diesen Fehler weitgehend? 4. Warum beseitigt eine Vierleitermessung diesen Fehler weitgehend?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow4,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Kelvin4Sol,Solution~@#
  
 Die Sense-Leitungen werden möglichst direkt am Widerstandselement angeschlossen. Die Sense-Leitungen werden möglichst direkt am Widerstandselement angeschlossen.
Line 1214: Line 1151:
 Die Spannungsmessung erfasst daher weitgehend nur den Spannungsabfall am eigentlichen Shunt. Die Spannungsmessung erfasst daher weitgehend nur den Spannungsabfall am eigentlichen Shunt.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Kelvin4Sol,Solution ~@#
  
 #@TaskEnd_HTML@# #@TaskEnd_HTML@#
Line 1229: Line 1166:
 1. Ordnen Sie die Spannungen $0.4~\mathrm{V}$, $1.4~\mathrm{V}$ und $2.8~\mathrm{V}$ den Zuständen LOW, undefiniert oder HIGH zu. 1. Ordnen Sie die Spannungen $0.4~\mathrm{V}$, $1.4~\mathrm{V}$ und $2.8~\mathrm{V}$ den Zuständen LOW, undefiniert oder HIGH zu.
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow1,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Logic1Sol,Solution~@#
  
 $0.4~\mathrm{V}$ liegt unterhalb von $V_{\rm IL}=0.8~\mathrm{V}$ und wird daher sicher als **LOW** erkannt. $0.4~\mathrm{V}$ liegt unterhalb von $V_{\rm IL}=0.8~\mathrm{V}$ und wird daher sicher als **LOW** erkannt.
Line 1237: Line 1174:
 $2.8~\mathrm{V}$ liegt oberhalb von $V_{\rm IH}=2.0~\mathrm{V}$ und wird daher sicher als **HIGH** erkannt. $2.8~\mathrm{V}$ liegt oberhalb von $V_{\rm IH}=2.0~\mathrm{V}$ und wird daher sicher als **HIGH** erkannt.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Logic1Sol,Solution ~@#
  
  
 2. Warum ist die Aussage „HIGH bedeutet $3.3~\mathrm{V}$“ nicht korrekt? 2. Warum ist die Aussage „HIGH bedeutet $3.3~\mathrm{V}$“ nicht korrekt?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow2,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Logic2Sol,Solution~@#
  
 HIGH bezeichnet einen **logischen Zustand** und keinen einzelnen Spannungswert. HIGH bezeichnet einen **logischen Zustand** und keinen einzelnen Spannungswert.
Line 1250: Line 1187:
 Außerdem erreicht ein realer Ausgang unter Belastung nicht zwingend exakt die Versorgungsspannung $V_{\rm DD}$. Außerdem erreicht ein realer Ausgang unter Belastung nicht zwingend exakt die Versorgungsspannung $V_{\rm DD}$.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Logic2Sol,Solution ~@#
  
  
 3. Welche Bedeutung hat dann $V_{\rm DD}=3.3~\mathrm{V}$? 3. Welche Bedeutung hat dann $V_{\rm DD}=3.3~\mathrm{V}$?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow3,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~Logic3Sol,Solution~@#
  
 $V_{\rm DD}$ ist die Versorgungsspannung des Bauteils. $V_{\rm DD}$ ist die Versorgungsspannung des Bauteils.
Line 1267: Line 1204:
 Sie ist jedoch nicht mit dem logischen Zustand HIGH gleichzusetzen. Sie ist jedoch nicht mit dem logischen Zustand HIGH gleichzusetzen.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~Logic3Sol,Solution ~@#
  
 #@TaskEnd_HTML@# #@TaskEnd_HTML@#
Line 1280: Line 1217:
 1. Wie viele unterschiedliche Eingangskombinationen können mit drei binären Adresseingängen ausgewählt werden? 1. Wie viele unterschiedliche Eingangskombinationen können mit drei binären Adresseingängen ausgewählt werden?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow1,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~ROM1Sol,Solution~@#
  
 Jeder Adresseingang besitzt zwei mögliche Zustände. Jeder Adresseingang besitzt zwei mögliche Zustände.
  
-Damit ergeben sich: +Damit ergeben sich $2^3=8$ unterschiedliche Eingangskombinationen.
- +
-$2^3=8$ +
- +
-unterschiedliche Eingangskombinationen.+
  
 Das ROM kann somit acht verschiedene Zeilen einer Wahrheitstabelle adressieren. Das ROM kann somit acht verschiedene Zeilen einer Wahrheitstabelle adressieren.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~ROM1Sol,Solution ~@#
  
  
 2. Wie viele Ausgangszustände liefert das ROM gleichzeitig? 2. Wie viele Ausgangszustände liefert das ROM gleichzeitig?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow2,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~ROM2Sol,Solution~@#
  
 Das ROM besitzt vier Datenausgänge. Das ROM besitzt vier Datenausgänge.
Line 1312: Line 1245:
 zugeordnet werden. zugeordnet werden.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~ROM2Sol,Solution ~@#
  
  
 3. Was ist der wesentliche Unterschied zwischen der ROM-Darstellung und einer Realisierung mit Logikgattern? 3. Was ist der wesentliche Unterschied zwischen der ROM-Darstellung und einer Realisierung mit Logikgattern?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow3,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~ROM3Sol,Solution~@#
  
 Beim ROM wird die Zuordnung von Eingangskombination zu Ausgangskombination als Tabelle gespeichert. Beim ROM wird die Zuordnung von Eingangskombination zu Ausgangskombination als Tabelle gespeichert.
Line 1327: Line 1260:
 Sie zeigt damit stärker, **wie** die Funktion hardwareseitig realisiert wird. Sie zeigt damit stärker, **wie** die Funktion hardwareseitig realisiert wird.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~ROM3Sol,Solution ~@#
  
  
 4. Warum ist die Gatter-Schaltung für den weiteren Verlauf des Kurses interessanter als das ROM allein? 4. Warum ist die Gatter-Schaltung für den weiteren Verlauf des Kurses interessanter als das ROM allein?
  
-#@HiddenBegin_HTML~pow4,Solution~@#+#@HiddenBegin_HTML~ROM4Sol,Solution~@#
  
 In der Gatter-Schaltung werden die realen Signalpfade sichtbar. In der Gatter-Schaltung werden die realen Signalpfade sichtbar.
Line 1346: Line 1279:
 Außerdem wird deutlich, dass auch die Logik selbst aus realen elektronischen Schaltern aufgebaut ist. Damit entsteht die Verbindung zum später behandelten MOSFET als Leistungsschalter. Außerdem wird deutlich, dass auch die Logik selbst aus realen elektronischen Schaltern aufgebaut ist. Damit entsteht die Verbindung zum später behandelten MOSFET als Leistungsschalter.
  
-#@HiddenEnd_HTML@#+#@HiddenEnd_HTML~ROM4Sol,Solution ~@#
  
 #@TaskEnd_HTML@# #@TaskEnd_HTML@#
-